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Forschungsprojekt - Radikalisierungsprozesse unter Jugendlichen in Österreich

Die westliche Welt ist seit dem 11. September 2001 mit einem „homegrown“ Terrorismus konfrontiert, der in vielen Bereichen der Politik und in Integrationsdebatten die Tagesordnung bestimmt. Noch nie wurden die vielschichtigen Konflikte in europäischen Gesellschaften, die religiös wie auch politisch geprägt sind, so unmittelbar wahrgenommen. Die Tatsache, dass Jugendliche aus westlichen Ländern bereit sind für einen islamistischen Staat im Irak und Syrien zu kämpfen löste eine Reihe von Diskussionen aus, deren  Intensität sich von der Reflexion der Ereignisse 9/11 deutlich unterscheidet.

Auch für Österreichische Jugendliche übt das propagierte radikale Gedankengut eine starke Anziehungskraft aus. Die Zahl gewaltbereiter Jugendlicher steigt stetig. Dabei ist insbesondere der Konflikt in Syrien ein starker Faktor bei der Rekrutierung. Berichte wie der über „Jihadi-John“ prägen die Schlagzeilen der Zeitungen, dominieren Fernsehnachrichten und Diskussionsrunden.

Diese neue Konstellation stellt viele Bereiche in der Gesellschaft, wie bspw. Schulen, vor Probleme, die bis jetzt in dieser Art und Weise nicht existierten. Notwendig ist eine kontinuierliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Radikalismus, unabhängig vom wechselnden öffentlichen Interesse. Denn das Phänomen Radikalisierung, das für das Zusammenleben eine ernsthafte Bedrohung darstellt, wird die österreichische Gesellschaft und die westliche Welt noch lange beschäftigen.

Laufzeit: 01.07.2015 - 31.12.2016
Gefördert durch Mittel des BMEIA und der EU aus dem Asyl, Migrations und Integrationsfonds (AMIF).

 

 

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